- © Foto: Pixabay -
DAUN, 02.12.2022 - 15:26 Uhr
Digital-TV - Programme

TV-Zuschauer: DFB-Männer verlieren gegen DFB-Frauen

(dpa) - Nach dem deutschen Aus bei der Fußball-WM rechnet die ARD im weiteren Verlauf des Turniers in Katar nicht zwingend mit einem Quoten-Einbruch. „Das wird sich zeigen. Wir gehen aber eher davon aus, dass sich die Zuschauerzahlen auf dem gleichen Niveau der nicht-deutschen Spiele wie bisher halten bzw. sich noch nach oben entwickeln werden, da jetzt die K.o.-Spiele beginnen“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem habe die ARD noch das Finale im Programm, „das erfahrungsgemäß auch ohne deutsche Beteiligung für unser Publikum von großem Interesse ist“. 

ZDF-WM-Teamchef Christoph Hamm gab sich bei seiner Quoten-Prognose ebenfalls zurückhaltend. „Wie zahlreich nun in der K.o-Phase des Turniers, in der die deutsche Mannschaft nicht mehr dabei ist, die Zuschauerinnen und Zuschauer unsere Übertragungen verfolgen, müssen wir abwarten - auch wenn es naheliegt, dass die deutschen Fußballfans nach dem Ausscheiden des DFB-Teams erst mal enttäuscht sind“, sagte er. „Dieses Turnier bleibt auch in dieser Hinsicht eine besondere Herausforderung, die wir aber auch 2018 schon mal erlebt haben“, meinte Hamm weiter und spielte auf das deutsche Aus in der Gruppenphase der WM vor vier Jahren in Russland an.

Das Spiel der Nationalmannschaft gegen Costa Rica in Katar hatte am Donnerstag in Deutschland die bislang höchste TV-Zuschauerzahl dieses Turniers erreicht. Den Topwert der deutschen Frauen bei der EM im Sommer konnten die DFB-Männer allerdings nicht erreichen. Die ARD-Übertragung vom WM-Ausscheiden trotz des 4:2 verfolgten laut dem Sender durchschnittlich 17,43 Millionen Menschen vor dem Fernseher.

Das ergab nach Angaben des Ersten einen Marktanteil von 53,7 Prozent.

Nicht eingerechnet waren die Zuschauer auf den Internetseiten der ARD sowie der Telekom, die keine Zahlen veröffentlicht.

Den bisherigen Einschaltquoten-Rekord des Jahres konnten die Männer nicht knacken. Topwert bleiben die 17,897 Millionen Menschen, die bei der ARD die 1:2-Niederlage der DFB-Auswahl bei der Frauen-EM gegen England gesehen hatten.

Beim Costa Rica-Spiel schauten noch mehr Menschen zu als beim 1:1 gegen Spanien am vergangenen Sonntag, als 17,053 Millionen für das ZDF errechnet wurden und der Marktanteil bei 49,3 Prozent lag. Diese Werte waren deutlich unter den Zahlen der vorherigen WM. ARD und ZDF hatten beim Turnier vor vier Jahren in Russland in den drei Gruppenspielen der deutschen Mannschaft im Schnitt mehr als 25 Millionen Menschen erreicht.

Ob das zweite Scheitern des DFB-Teams in der WM-Gruppenphase nacheinander langfristig Auswirkungen auf die Attraktivität von Übertragungen von Länderspielen hat, mochte ARD-Mann Balkausky nicht voraussagen. „Wir haben aber bereits in den letzten Jahren einen Rückgang der Zuschauerzahlen bei Länderspielen der deutschen Männer-Fußball-Nationalmannschaft festgestellt“, sagte er.

Die Leistungen und das Auftreten der DFB-Elf in letzter Zeit würden dem Anschein nach eine wichtige Rolle für das Zuschauerinteresse spielen. „Wir hoffen aber, dass dies in den nächsten Monaten mit Blick auf die UEFA EURO 2024 in Deutschland wieder besser wird.“


Diesen Artikel:
  • print Drucken
  • Bookmark Bookmarken

QR-Code mit dem Handy Scannen und diese(n) Seite / Artikel online Lesen:

 
Oops... Sie benutzen eine zu alte Browserversion. Um die Seite Korrekt darzustellen benutzen sie bitte mindestens den Internet Explorer 8.
navigateup

Für die Ansicht der mobilen INFOSAT Webseite drehen Sie bitte ihr Handy.