- © Foto: Rocket Lab -
DAUN, 27.01.2021 - 12:27 Uhr
Technik - Satellit

Satellit im New-Space-Design ermöglicht Dienste aus dem All

Fast-Track-Telekommunikationssatellit nimmt Betrieb erfolgreich auf

OHB hat am 20. Januar den Telekommunikationssatelliten GMS-T an Bord einer Electron-Trägerrakete erfolgreich gestartet. Der Satellit hob am 20. Januar 2021 um 7.26 Uhr (UCT) vom Rocket Lab Launch Complex 1 auf der neuseeländischen Halbinsel Māhia ab (InfoDigital berichtete). Nun empfängt der Bremer Raumfahrtkonzern die ersten Signale des neuen Satelliten aus dem All.

Wie das Unternehmen am 26. Januar bekannt gab, sei der Satellit in weniger als einer Woche nach dem Start und weniger als 7 Monate nach Beginn der Engineering-Aktivitäten von OHB für dieses Projekt voll funktionsfähig. Seit 25. Januar empfange OHB die Signale der Nutzlast am Standort Bremen, hieß es.

Der Satellit hat auf einer Umlaufbahn von 1200 km / 90 Grad seine volle Funktionalität bewiesen und seine Leistung hat die spezifizierten Werte, insbesondere bei der Signalqualität, übertroffen. Alle Elemente der Innosat-Plattform von OHB Sweden sowie der Kommunikationsnutzlast von OHB Cosmos arbeiten wie geplant, so der Raumfahrtkonzern weiter.

Die Ziele des Satelliten GMS-T, der von OHB Cosmos im Weltraum betrieben wird, sind der In-Orbit-Test und die Validierung (IOT/IOV) von OHBs neuer Funknutzlast sowie der Plattform. OHB Cosmos hat die Telekommunikationsnutzlast entwickelt und integriert. Dies war nur durch die Leistungsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit der Hauptlieferanten MDA, Arralis und IQ Wireless rechtzeitig möglich. OHB Cosmos ist verantwortlich für alle geplanten Testsequenzen und den Betrieb des Satelliten über die gesamte Lebensdauer bis zum Eintritt in die automatische Deorbitierungsphase. Neben den Tests wird dieser erste Satellit auch die von der ITU (International Telecommunication Union) registrierten Frequenzen nutzen.

„Wir sind stolz darauf, heute verkünden zu können, dass unser Satellit im New-Space-Design, den wir als unser geistiges Eigentum betrachten, seine volle Leistungsfähigkeit in einer sehr schnellen Contract-to-Operation-Zeit erreicht hat“, sagt Dr. Lutz Bertling, Chief Digital Officer der OHB-Gruppe.

Der Satellit der 50-kg-Klasse basiert auf der Innosat-Plattform von OHB Sweden. OHB Sweden ist als Systemintegrator für die Satellitenplattform, die Integration und den Test des Gesamtsatelliten verantwortlich und soll - nach einer Anfangsphase - den Betrieb des Satelliten im Auftrag von OHB Cosmos übernehmen. Ein weiteres Unternehmen aus der OHB-Familie war beteiligt: Die gesamte Raumfahrzeug-Strukturanalyse wurde von OHB Czechspace durchgeführt.

„Mit herausragender Agilität, Reaktionsschnelligkeit und Flexibilität konnten OHB und die Schlüsselpartner MDA, Arralis, IQ Wireless und Rocket Lab diesen Satelliten in kürzester Zeit entwickeln, montieren, testen und starten. Wir möchten uns bei unseren Mitarbeitern und unseren Partnern für ihren herausragenden Beitrag zu dieser großartigen Leistung bedanken. Der angewandte New Space Approach zeigt die Fähigkeiten von OHB und seinen Partnern, auf die heutigen Kundenanforderungen nach schnell realisierbaren weltraumbasierte Anwendungen, zu reagieren“, sagt Dr. Lutz Bertling.


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