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DAUN, 22.01.2021 - 10:31 Uhr
Technik - Satellit

SpaceX soll Satellit der TU Dresden ins All schicken

Countdown für die Wissenschaft

Am 23. Januar 2021 steht wieder ein spannender Raketenstart des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX bevor: Denn zwischen 15.40 Uhr und 16.22 Uhr MEZ (09:40 Uhr Ortszeit) soll eine Falcon-9-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida (USA) einen Kleinsatelliten SOMP2b der TU Dresden ins All bringen.

 

 

Neben SOMP2b wird die Falcon-9-Rakete auch den Kleinsatelliten PIXL-1 mit dem DLR-Laserterminal OSIRIS4CubeSat/CubeLCT in den Orbit bringen.

Die maßgeblich um Dr. Tino Schmiel an SOMP2b mitarbeitenden Wissenschaftler können die ersten Signale kaum erwarten. „Nur kurze Zeit nachdem die Oberstufe der Falcon 9 Rakete den Satelliten in 500 Kilometer Höhe entlassen hat, aktiviert sich SOMP2b selbstständig, die Solarzellen laden die Batterien und die Systeme nehmen ihren Betrieb auf.“, so Yves Bärtling, leitender Entwicklungsingenieur von SOMP2b. Bei den Überflügen über die Bodenstation der TU Dresden können dann hoffentlich die ersten Zustands-Daten empfangen und aufgezeichnet werden. Das Risiko ist hoch, denn SOMP2b ist auch ein Experimentalsatellit. „Wir testen eine völlig neuartige Bauweise.“, erklärt Tino Schmiel, „Wir haben nahezu alle Funktionen eines Satelliten so miniaturisiert, dass diese in nur einer Seitenwand Platz finden. Dies schafft Platz für mehr wissenschaftliche Experimente.“ Das Besondere dabei: Die Seitenwände sind baugleich und können sich im Fehlerfall in ihren Funktionen gegenseitig ergänzen. Das ist ein neuer Weg. Die Wissenschaftler erhöhen damit die Funktionssicherheit durch eine Art miniaturisierte Redundanz, welche im Orbit getestet werden muss.

SOMP2b ist auch ein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) finanziertes Ausbildungsprojekt. In die Entwicklung des Satelliten und der wissenschaftlichen Experimente wurden viele Studierende eingespannt. „Sie standen dabei vor großen Herausforderungen. Die Systeme müssen im sehr rauen Weltraum funktionieren und den Start überleben. Man kann nicht hinterherfliegen und nachjustieren. Nur so können wir praxisnah Studierende ausbilden.“ schwärmt Prof. Martin Tajmar, Direktor des Institutes für Luft- und Raumfahrttechnik.

Die damit verbundenen Forschungsprojekte wurden durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), die Europäische Weltraumorganisation (ESA), die EU und die Industrie finanziert.

Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages:

SOMP2 unter dem Förderkennzeichen 50RU1201, TEG innerhalb des Fördervorhabens mit dem Förderkennzeichen 50RM1114 und CiREX innerhalb des Fördervorhabens mit dem Förderkennzeichen 50YB1409.

FIPEXnano wurde durch verschiedene Kooperationen mit der Industrie, im Auftrag des Mullard Space Science Laboratory, UCL/MSSL, sowie durch Ausbildungsprojekte der TU Dresden entwickelt. FIPEXnano ist teilgefördert durch „The European Union’s Seventh Framework Programme for Research and Technological Development under grant agreement no [284427].

www.tu-dresden.de  


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